Das Erdbeben am 12. Januar 2010 war mit einer Stärke von 7,0 auf der Richterskala eines der schwersten Erdbeben in der Karibik seit vielen hundert Jahren. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 25 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Haitis Port-au-Prince, wo auch die meisten Zerstörungen stattfanden. Die Ursache des Bebens liegt in der Plattentektonik begründet – im karibischen Raum verschieben sich die Erdplatten um etwa 20 Millimeter jährlich, wobei sich die Karibische im Verhältnis zur Nordamerikanischen Platte ostwärts bewegt. Die Spannung, welche sich in vielen Jahrzehnten aufgebaut hat, entlud sich am 12. Januar schlagartig und setzte so ihre zerstörerische Energie frei.
Nach Angaben der Regierung kamen durch das Erdbeben vermutlich 200.000 Menschen ums Leben. Weitere 250.000 Personen wurden schwer verletzt und ca. 1,5 Millionen obdachlos, ein großer Teil davon sind Kinder, die durch das Beben ihre Eltern verloren haben. Zehn Tage nach dem Beben wurde die Suche nach Überlebenden offiziell eingestellt. Wegen des desolaten Gesundheitssystems droht eine unzureichende Versorgung der Verletzten, des Weiteren sind dringend benötigte Medikamente knapp.
Die innere Sicherheit in der Krisenregion brach zusammen. Es kam zu Gewalt und Plünderungen. Zahlreiche Kinder haben das Land nach dem Beben verlassen. Die haitianischen Behörden gehen von erheblich gestiegenem Kinderhandel aus.
Um insbesondere den Kindern in Haiti zu helfen, rief die Schülervertretung der Carl-Bantzer-Schule ihre Mitschüler zum Spenden auf. Viele folgten dem Aufruf und so konnten 200 Euro gesammelt werden, die der Kindernothilfe überwiesen werden konnten.
Die Schülervertretung bedankt sich bei allen Schülern und Lehrern für ihre Spende.